In Gera (Thüringen/Deutschland) veranstaltet die NDP, die gute Kontakte zur FPÖ hat, zum achten Mal die Kundgebung „Rock für Deutschland“, ein Neonazitreffen und –aufmarsch, getarnt als Musikveranstaltung, bei der rechtsradikales Gedankegut verbreitet wird. Im Jahr 2009 zieht die Veranstaltung über 4.000 Besucher an und ist damit das europaweit größte Neonazi-Treffen.
„Gera darf nicht zum Pilgerort von Nazis werden und zum Ort, an dem sie sich ausbreiten und einrichten,“ läßt Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm in einer offiziellen Aussendung wissen. Das “Aktionsbündnis Gera gegen Rechts“, eine breiter Zusammenschluß von Organisation und Parteien, hält schon im Vorfeld Kundgebungen und Demonstrationen ab gegen den NDP-Event ab, bzw. protestiert gegen die Veranstaltung an sich.
Am einem heißen 10. Juli im doppleten Sinn werden Sitzblockaden eingerichtet, um Rechtsextreme nicht zum Ort der Veranstaltung gelangen lassen zu können, so auch Heinrichsbrücke, einer der wichtigsten Verbindungen zur “Spielwiese“, dem Veranstaltungsort.
Die Polizei durchbricht diese schließlich du richtet einen schmalen Kanal ein. Neonazis werden in Gruppen und von Polizeibeamten eskortiert auf die Spielwiese gebracht.
© Martin Juen
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