Monatsarchiv: April 2010

Unterschriftenübergabe der BI „Rettet den Schulhof des GRG 17“ und dessen plötzliches Ende | Wien 28.04.2010

Foto-Pressetermin. Die Bürgerintative „Rettet den Schulhof des GRG“
hat über 1.000 Stellungnahmen gegen die Flächenumwidmung des Plandokuments Nr. 7426e gesammelt und wendet sich damit gegen den Bau einer Tiefgarage mit 250 Stellplätzen unter einem Teilbereichs des Schulhofs.

© Martin Juen

Diese Stellungnahmen sollen nun medienwirksam an die MA 21 A übergeben werden.

© Martin Juen

Was mit ein paar Pressefotos vor dem Gebäude beginnt endet mit einem demokratipolitschen Desaster und der Unterdückung der Pressefreiheit. Zwei Herren verstellen den Überbringern den Weg in das Gebäude. „Nur zwei von Ihnen dürfen hinauf,“ wird den erstaunten Mitarbeitern der BI erklärt, was Unmut auslöst. Weder die Anwesenheit der Presseprecherin der aktion21 noch der Gemeinderätin Sabine Gretner (Grüne) helfen.

© Martin Juen

Und schließlich wird auch das Fotografieren verboten. „Keine Fotos“ – „Löschen Sie das Bild!“ Und als ich das werweigere, wendet sich einer der Herren in Zivil zu. Das Bild soll ich löschen, wozu es allerdings keinen Grund gibt – das öffenliche Interesse hat Vorrang.
Und als versuche den Ort zu verlassen,  zerrt er mich zurück, was den Tatbestand der Nötigung erfüllt. Bild löschen oder die Polizei wird gerufen.

© Martin Juen

Na, da ist mir die Polizei schon lieber, haben mir die Herren bis jetzt doch jegliche Art von Ausweis verweigert. Der Rest ist schnell erzählt. Die Polizei kommt, notiert sich meine Daten, ich notiere mir die Daten des Herrn, und ich habe eine weitere Beschwerde für den Österreichische Journalisten Club zu schreiben.

Sorry, wehrte Herren, aber die Übergabe von Unterschriftenlisten der Kindergärtner an Kanzler und Vizekanzler im Bundeskanzleramt vor einiger Zeit ging locker und ohne jedliche Probleme über die Bühne. Nicht einmal nach einem Presseausweis wurde damals gefragt.

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Grüne – Filmvorführung „Im Bazar der Geschlechter“ mit Diskussion | Wien 26.04.2010

Die Grünen Frauen Wien laden zum Film „Im Bazar der Geschlechter“ mit nachfolgender Diskussion ein. Anwesend ist auch die Regisseurin Sudabeh Mortezai.

© Martin Juen

v.l.n.r.: Alev Korun (Grüne Nationalratsabgeordnete; Sprecherin für Integration, Migration und Menschenrechte),  Sudabeh Mortezai (Regisseurin), Monika Vana (Sprecherin der Grünen Frauen Wien),  Judith Schwentner (Nationalratsabgeordnete der Grünen; Sprecherin für Frauen- und Entwicklungspolitik)

zum Film: Eine geschiedene allein erziehende Mutter, ein einsamer Junggeselle und ein junger Mullah sind die ProtagonistInnen dieses intimen Einblicks in das Verhältnis der Geschlechter im Iran. Ihre Geschichten kreisen um die Praxis der Zeitehe, auch Lustehe genannt, einer schiitischen Tradition, die es einem Mann und einer Frau ermöglicht, für einen befristeten Zeitraum zu heiraten, der von einer Stunde bis zu 99 Jahren dauern kann. Legalisierte Prostitution oder ein Schlupfloch für Paare, um eine Beziehung innerhalb des repressiven Rechts der Islamischen Republik Iran zu leben? Religiöses Dogma trifft auf Macho-Sentimentalität trifft auf weibliche Lebensrealität. Eine schonungslos ehrliche, kritische und bisweilen humorvolle Auseinander-setzung mit der islamisch geprägten Sexualpolitik.

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Moluk Homayouni, Sudabeh Mortezai, Alev Korun, Judith Schwentner

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Sudabeh Mortezai (Regisseurin)

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FPÖ-Wahlparty – FPÖ wirft Journalisten ‚raus | Wien 25.04.2010

Wahlparty FPÖ. Ob die Meinungsumfrgaen stimmen, dann steht der FPÖ ein Desaster bevor. Parteiobmann Strache und Kandidatin Barbara Rosenkranz und Kandidatin geben sich jedoch optimistisch und besuchen noch vor der ersten offiziellen Hochrechnung die Wahlparty der FPÖ.

© Martin Juen

Gespanntes Warten auf die erste offizielle Hochrechnung des ORF…

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..und Reaktion darauf:

© Martin Juen

Jetzt wird’s bitter für mich – letztes Bild:

© Martin Juen

Und nun passiert folgendes: ich habe ein paar traurige Gesichter fotografiert, will mich noch ein wenig umschauen – da kommt ein Herr auf mich zu…

„Haben Sie überhaupt einen Presseausweis?“ – „Bitteschön,“ und zeige meinen Presseausweis her. Der wird mir gleich mal abgenommen. „Sie können hier nicht länger bleiben.“ – „Warum?“ – „Gehen wir jetzt, den Rest sage ich Ihnen unten.“ – „Aber ich habe noch Objektive da drüben, die gehören mir.“ – Also gut, die darf ich mir gerade noch holen, meinen im Presseraum abgestellten Laptop bekomme ich auch noch. Und der Presseausweis? Bleibt weiterhin in den Händen des Herrn. Erst als ich ein ATV-Team einlade doch mitzufilmen wechselt der Ausweis blitzschnell die Hand….

„Sie sind nicht akkreditiert“ – „Aber ich habe Ihnen gestern noch ein mail geschrieben…“ – „Aber wir haben nicht zurück geschrieben!“ – Und? Normalerweise genügt ein mail, kommt keine Rückmeldung ist dies als ok. zu werten.  Und überhaupt: wie ich hingekommen bin empfängt mich ein ausgesprochen freundlicher Herr am Eingang. Keine Kontrolle, keine Anwesenheitsliste. Warum dieser Umschwung?

Anscheinend kann die FPÖ zwar alles Mögliche – nur Verlieren fällt offensichtlich schwer. Und da greift man dann gleich hat durch und übt Zenur aus. Macht nichts, die Wahlergebnisse sind bekannt, die nötigen Fotos habe ich und kann einen ruhigen Abend verbringen.

p.s.: Auf dem Zettel auf dem sich der Herr meinen Namen notiert hat befanden sich bereits einige andere. Ist’s auch jemand anderem so ergangen?

p.p.s.: Herzlichen Dank an besagten Herren. Neues peak, was die Anzahl der Zugriffe betrifft 🙂

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Stimmenabgabe H.C. Strache – Hainburgerstraße 40 | Wien 25.04.2010

Die FPÖ kündigt per Presseaussendung die Stimmenabgabe von H.C. Strache an. Aber der steht doch gar nicht zur Wahl. Dementsprechend: nur drei Fotografen vor Ort. Ein Passant: „Kommt jetzt der Strache wählen, weil Sie da warten?“ – „Ja, um 13:00.“ –  „Wollen Sie ein Autogramm?“ – „Nein, überhaupt nicht, mir ist das eher peinlich und ich möchte nicht zum selben Zeitpunkt dort sein.“

Und es heißt Warten. Erst 15 Minuten nach dem angekündigten Termin erscheint Strache und ist schnell wieder fort.

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Stimmenabgabe Fischer mit Gattin Margit | Wien 25.04.2010

Stimmenabgabe Heinz Fischer mit Gattin Margit. Riesiger Presseauflauf. Rein Ins Wahllokal, bitte erst 10 Minuten davor – so ein Mitarbeiter. Warum? „Ich muß meine Wähler schützen.“ – Rückfrage meinerseits: „Ihre Wähler?“ – „Naja, die Wähler des Spengels..“ Also erst im allerletzen Moment im Wahlokal und dort ein entsprechendes Gedränge.

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Stimmenabgabe Rudolf Gehring und Gattin| Perchtoldsdorf 25.04.2010

Ein Abstecher in’s ruhige Perchtoldsdorf – Zur Stimmenabgabe von Rudolf Gehrig. Wahlsprengel 19

Kandidat und Gattin erscheinen pünktlich (wie angekündigt um 9:45) im Wahllokal

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Geheime Stimmenabgabe

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Barbara Rosenkranz in Wien / Abschlußkundgebung & Gegendemonstration | Wien 23.04.2010

Aufgrund der Schlußkundgebung von Barbara Rosenkranz am Ballhausplatz gibt es um 16:00 eine Gegendemonstration die bei der Universität beginnt, durch die Herrengasse zum Michaelerplatz zieht und von dort zum Heldenplatz. Dorst ist allerdings Schluß. Das Gebiet zur Kundgebung der FPÖ ist weiträumig abgesperrt.

Die Polizei hat eine zweifache Absperrung vorbereitet – ein großräumige am Heldenplatz und innerhalb dieser eine weitere rund um den Ballhausplatz. In die so entstandene Pufferzone darf niemand ‚rein, nicht einmal der ORF und auch die Fotgrafen von Reuters und APA nicht. Damit wird eine ausgewogene Berichterstattung unmöglich, denn über die große Distanz läßt sich die Menge der Gegendomstranten fotografisch nicht mehr erfassen. Und auch mehrere Polizeibusse verhinderen den Blick. Eindrücke von der Gegendemonstration am Heldenplatz hat Kollege Daniel Weber festgehalten.

Aber da man die Besucher der Kundgebung von Rosenkranz fernhalten kann bleibt ein Weg über den Innenhof der Hofburg offen und so kommen auch ein paar Gegendemonstranten auf das Gelände.

Die ersten bekannte Gesicht: 3. Nationalratspräsident Dr. Martin Graf, der sich als mal ein Bier genehmigt.

So richtig Stimmung kommt erst beim Eintreffen von H.C. Strache (diesmal nicht aus privaten Gründen verhindert..) und Barbara Rosenkranz auf – jetzt wieder gemeimsam unterwegs.

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