Burschenschaft „Oberösterreicher Germanen“ – Kranzniederlegung am Heldenplatz | Wien 08.05.2010

Während David Ellensohn der Grünen Wien fordert, den 8. Mai (Tag der Befreiung) zum nationalen Feiertag zu erklären, und am Heldenplatz am Mittag mit Sekt mit Gästen feiert, trauert die Burschenschaft der „Oberösterreichern Germanen“ um die (deutschen) Gefallenen und führt am 8. Mai (wie jedes Jahr) einen Marsch zu Heldenplatz durch und legt dort einen Kranz nieder.

 © Martin Juen

Das Gebiet wird immer weiträumig abgesperrt – wie beim WKR-Ball – und üblicherweise gibt auch Gegendemonstrationen, so auch dies Jahr.
Und: üblicherweise dürfen auch keine Pressefotografen das abgesperrte Gebiet betreten. Diesmal war’s anders. Einige Pressefotografen durften ganz legal akkreditiert auf das Gelände – ob das den Burschenschaftlern recht war?

 © Martin Juen

© Martin Juen

© Martin Juen

© Martin Juen

© Martin Juen

Wer sich nun große Nazi-Enthüllungen erwartet hat, wird enttäuscht – alles läuft friedlich ab. Dafür gibt es endlich einen Ein- und Überblick in die „Trauerarbeit“ der Burschenschaft am Jahrestag der Bedingungslosen Kapitulation des Nazi-Regimes, der dem Großteil der Menschen durch ansonsten rigorose Abschirmung normalerweise verborgen bleibt und bislang blieb.

Weitere Bilder hier.

5 Kommentare

Eingeordnet unter Außenpolitik, Foto, FPÖ, Gesellschaft, Innenpolitik, Wien

5 Antworten zu “Burschenschaft „Oberösterreicher Germanen“ – Kranzniederlegung am Heldenplatz | Wien 08.05.2010

  1. HR Dr. Helmut Kienberger

    Anders als die seit der Wende als „Grüne“ getarnt-en Kommunisten meinen, wurde Österreich 1945 nicht befreit, sondern besetzt. Erst 1955 gab Leo-pold Figl bekannt: „Österreich ist frei“!
    Das Positive daran ist, daß die Kommunisten Österreich nicht in ihre Gewalt bekamen, und auch vor den „Grünen“ bewahre uns Gott!

    • ah ja. Geschichtsklitterung und Paranoia, Q.E.D.

    • peter r. horn

      s.g. herr hofrat,

      führt einer einen titel in seinem namen, so soll er doch auch sich bemühen, eine differenzierte sicht auf die geschichte zu vermitteln. oder nicht? sie kennen doch sicher die moskauer deklaration von 1943, in der festgehalten wurde: „Die Regierungen des Vereinigten Königreiches, der Sowjetunion und der Vereinigten Staaten von Amerika sind darin einer Meinung, dass Österreich, das erste freie Land, das der typischen Angriffspolitik Hitlers zum Opfer fallen sollte, von deutscher Herrschaft befreit werden soll.“ die moskauer deklaration (trotz aller unschärfe in der formulierung bezüglich der abstimmung vom 10. april 1938 – 99,73 % waren für die annexion – ist klar, dass es sich um eine befreiung handelte. jede andere sichtweise läuft dem demokratischen und antifaschistischen grundkonsens der zweiten republik zuwider und begibt sich in die nähe nationalsozialistischer wiederbetätigung.

  2. Pingback: Was soll das sein, ‘Geistesbarbarei’? « kellerabteil2.0

  3. ak

    Ein putziges Volk, diese „Oberösterreicher Germanen“. Auf deren Website wird z.B. Theodor Herzl zwar in der Liste „berühmter Burschenschafter“ erwähnt, jedoch wird er schlicht als „Feuilletonist“ bezeichnet, seine eigentlich großen Ideen, die ihn bekannt gemacht haben, werden mit keinem Wort erwähnt. Auch wird nicht erwähnt, warum er es gerade mal 5 Jahre in der „Albia“ ausgehalten hat und schon als Student wieder ausgetreten ist. Ein Schelm, wer böses dabei denkt…

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