Sitzblockade-Training vor dem Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofes | Stuttgart 14.08.2010

Viele Gegner von „Stuttgart 21“ sind bereit zivilen Ungehorsam in Form von Sitzblockaden zu üben – frei nach Bert Brecht: „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“.  Bei einem Blockade-Training wird gezeigt, wie man sich am Besten organisiert. Ein Parkschützer erläutert die einzelnen Schritte:

Bilden von einzelnen Bezugsgruppen

 © Martin Juen

Jede Bezugsgruppe gibt sich einen Namen und ernennt einen Sprecher, der Kontakt mit den anderen Bezugsgruppen hält und Informationen weitergibt. Dies geschieht über den sog. Sprecherrat.

 © Martin Juen

Wer sich (von der Polizei) wegtragen läßt, sollte vorher über die möglichen (juristischen) Konsequenzen Bescheid wissen – auch diese werden im Rahmen des Trainings erläutert.
Und sollte für den Fall des Falles wissen, wie es sich anfühlt, wenn man von fremden Personen – weggetragen wird um sich richtig verhalten zu können.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten….


© Martin Juen

….lernen die Teilnehmer schnell, worauf es ankommt

 © Martin Juen

Ca. 200 Teilnehmer lassen sich wegtragen bzw. werden weggetragen, ca. 200 weitere Menschen haben sich als Beobachter eingefunden. Die Teilnehmer einigen Spaß an der Übung für den Ernstfall.

Unter diesen auch viele Anhänger der SPD, wie nach einigen Gesprächen klar wird:  „Es sind noch viel mehr da, wir zeigen uns halt nicht so“, erläutern drei Genossen.

An der „Stuttgarter Mauer“ werden tagtäglich neue Botschaften angebracht.  Ein – natürlich subjektives – Best-off – findet sich am Ende der Fotoserie.

 © Martin Juen

Weitere Bilder hier.

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Eingeordnet unter Aktionismus, Deutschland, Foto, Gesellschaft

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