Stille Demonstration vor dem Stephansplatz | 17.10.2010

Am 6. Oktober, vier Tage vor der Gemeindeatswahl in Wien, werden zwei neunjährige Geschwister, die aus dem Kosovo nach Österreich geflüchetet sind, kurz vor 7:00 von Polizeibeamten aus dem Schlaf gerissen, festgenommen, in der Rossauer Kaserne eingesperrt und am Folgetag trotz heftigen Protesten abgeschoben.

Dies führt einmal mehr zu einer Debatte um die restriktive Asylgesetzgebung.

Am 13. Oktober 2010 versucht die Polizei ein vierzehnjähriges Mädchen, das mit seiner suzidgefährdeten Mutter aus Armenien geflohen ist, aus der Schule abzuholen bzw, dort festzunehmen. Dem Mädchen gelingt die Flucht bzw. taucht unter, meldet sich jedoch am 14. 10. 2010 bei der Volkshilfe.

Diesmal sind die Proteste noch lauter, am 14. Oktober übergeben die amnesty international, Diakonie, Caritas und SOS-Kinderdorf verfassen einen offenen Brief an die österreichischen Nationalratsabgeordneten in dem die mehrfache Verschärfung des Asylrechtes kritisiert wird und gefordert wird, die Kinderrechtskonvention in die österr. Verfassung aufzunehmen.

Geleichzeitig wird die internet-Plattform „Gegen Unrecht: Kinder gehören nicht ins Gefängnis!“ ins Leben gerufen, dzt. haben rund 40.000 Menschen den Aufruf unterschrieben.

Am 17. Oktober findet am Stephansplatz eine „Stille Demonstration“ statt an der sich trotz starkem Regen ca. 300 Menschen beteiligen.

 © Martin Juen

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Weitere Bilder hier.

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