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Hausbesetzung Lobmeyrhof – Roseggergasse 1-7 – Zusammenfassung | Wien 12.07.2011

Bevor ich zur Sache komme bin ich aus aktuellem Anlaß gezuwungen ein paar Sachen gezwungen  klarzustellen:

Ich bin kein Besetzer sondern ein  Pressefotograf der sich besonders gerne kontroversieller Themen annimmt. Meine Fotos stehen auf meinem flickr-account zum download zur Verfügung. Das bedeutet jedoch nicht, daß sie kostenlos verwendet werden dürfen. Bitte zuerst fragen, dann machen wir uns ein Honorar aus. Andernfalls ist ein Basishonorar + 300 % (wegen ungemeldetem Foto) fällig. Für den Fall, daß auch die Urheberbezeichung fehlen sollte kommen nochmals 100 % dazu). Daß dies nicht aus der Luft gegriffen ist, können Interessierte anhand des Honorarrechners nachvollziehen. Herzlichen Dank.

Zurück zum Lobmeyr-Hof:

Am Morgen (ca. 8:30) kommt ein erstes SMS – Arbeiter schweißen im Auftrag von Wiener Wohnen die Kellerfenster zu. Es folgt ein weiteres SMS – Beamte des LVT (Wiener Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung) befinden sich im Hof, so die Botschaft.

Tatsächlich – life sieht dies z.B. folgendermaßen aus

BesitzerInnen fotografieren den Auftrag und stellen in hier online.

Aus dem Text der Auftragskennzahl 0316058, EBE-Nummer […] Meldungsnummer: 11397006, Durchführung in: 16. Lorenz-Mandel-Gasse 10-16 geht folgendes hervor (Zitat):

* Dringend Unfallgefahr auf Grund illegaler Hausbesetzer im
* Besiedlungsstopbau !!!
*
*
* Sofortmaßnahme innerhalb der 24 Stunden durchzuführen !!
*
* Sämtliche Kellerfenster Hofseitig + Straßenseitig (
* Maderpergerstr.+ Wernhardstr.+Roseggerg.+L.Mandlgasse) zuschweißen
*
* X beliebigen Zylinder beim Haupttor Roseggergasse + Lorenzlmandgasse 10
* M Einbauen und Schlüssel im Amt Opfermanngasse 1 Zimmer 1.03 abgeben !!


Die Auftragssumme beträgt 1.700 netto, Arbeitsbeginn ist am 11.07.2011, die Leistungsfrist 2 Arbeitstage.

Einge BesetzerInnen mokieren sich in direkten Gespräch weniger über die Maßnahmen als über die – ihrer Meinung nach – viel zu hohen Auftragssumme.

Steht die Räumung kurz bevor oder geht es nur darum Unfallgefahren (siehe Text) zu vermeiden und zu verhindern, daß weitere BesetzerInnen in das Gebäude eindringen können? Entlag der Rossegergasse gilt für Morgen (13.07.2011) jedenfalls ein Halteverbot. Wer dort was parken wird ist (oder auch nicht) ist unklar aber die Vermutung, daß es sich dabei um Polizeiautos und/oder Baufahrzeuge handeln könnte ist nicht von der Hand zu weisen.

Wer dzt. noch den Ton angibt und wer nicht läßt sich anhand zweier Bilder erklären.

Und ein neues Transparent zeigt, daß die BesetzerInnen nicht freiwillig verlassen wollen.

Und es wird erneut mobilisiert, wie zahlreiche tweets mit den hashtags #az16 und #squat zeigen.

Ob Wiener Wohnen bei einer Räumung folgendes beachten bzw. einhalten wird, wird sich weisen.

Es ist 20:03 – Anruf bei einem befreunden Medienverteter, der gerade sich gerade vor Ort befindet: „..ja..viele Menschen, viele Anrainer…alles ruhig.“

Ca. 21:00 Lokalaugenschein beim Lobmeyer-Hof:  Überraschung: die Tür ist offen. Haben die Arbeiter ihren Auftrag nicht vollständig ausgeführt – „X beliebigen Zylinder beim Haupttor Roseggergasse“ – oder wurde es von den Besetzern schon wieder ausgetauscht? – in diesem Fall wären Wiener Wohnen und BesetzerInnen quasi quitt, denn das Schloß, das die BesetzerInnen eingebaut haben mußten sie auch kaufen.

Im Hof herrscht Feststimmung. Und jetzt kann ich bestätigen, daß wirklich viele Anrainer dort waren. Ca. 100 – 150 befinden sich im Innenhof und in dem Haus.

Die Schilder bez. Parkverbot sind verschwunden.

Punkt 21:40 bringt die GRAS (Grüne Studentenvertretung) eine Presseaussendung mit dem Titel „Forderung an Rot-Grün: Unterstützen statt Lobmayrhof räumen!“ heraus, in dem Sie sich mit den Besetzern solidarisch erklärt und die Rot-Grüne Stadtregierung an den vereinbarten Koalitionsvertrag erinnert:

„Kulturelle Freiräume und Zwischennutzungen von leerstehenden Gebäuden, Brachflächen und Baulücken werden in allen Stadtteilen ermöglicht. Eine zentrale Koordinationsstelle, die „Agentur für Zwischennutzung“, sammelt aktiv Meldungen über Leerstände von städtischen, bundeseigenen oder privaten Räumen und bietet diese auf Anfrage an.“

Wird der VSSTÖ sich anschließen oder dem Druck der Mutterpartei beugen?

Etwas später hat mein Kollege Daniel Weber dem Lobmeyr – Hof besucht, seine Eindrücke und Überlegungen dazu sind hier zu finden.

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Hausbesetzung Lobmeyrhof – Roseggergasse 1-7 – weiteres update | Wien 10.07.2011

Daß die Zugriffe auf meinen blog und meinen flickr-Account aufgrund der Berichterstattung bez. des besetzten Lobmeyr-Hofes steigen würden, habe ich erwartet. Daß der Verlauf in etwa einer Expontialkurve entsprechen würde nicht. Das spornt natürlich an, weshalb ich ein weiteres Mal beim besetzen Haus war.

Als erste kulturelle Aktivität wird der Film „Die Strategie der Schnecke“ gezeigt. Ca. 100 Menschen kommen zu der Veranstaltung und parallel dazu tagt ein ca. 40-köpfiges Plenum, sodaß erste Arbeitsgruppen notwendig werden.

Nachdem sich die Gelegenheit ergeben hat und mir das Backsteingebäude sehr gefällt, habe ich ein paar Fotos vom Dach aus gemacht.

Etwas habe ich dazugelernt, nämlich, daß es Waschküchen im Dachgeschoß gab (ich gehe davon aus, daß der Lobmeyer-Hof nicht der einzige Gemeindebau ist, in dem dies so gehalten wurde).

Und: die Besetzer und -besetzerinnen 😉 mobilisieren weiter – teilweise auf amüsante Art…

..und haben sich nun auch an die Medien gewandt. Wie ich nach Hause gekommen bin, habe ich eine Presseaussendung des Kollektivs in meiner mailbox vorgefunden, und diese ist auch  auf indymedia nachlesbar. Auf eines haben sie dabei vergessen – auf die Telefonnummer unter der sie zu erreichen sind: 0699/14456187

Jetzt bin ich gespannt was meine KollegInnen daraus machen. Ach ja, werte Kollegen von Presse und Internet: die Werknutzungsrechte der von mir erstellen Fotos stehen natürlich zum Verkauf. Siehe Menüpunkt „Kontakt“ in diesem Blog.

Weitere Fotos hier.

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Hausbesetzung Lobmeyrhof – Roseggergasse 1-7 – ein update | Wien 09.07.2011

Ein erneuter Augenschein im besetzten Lobmeyrhof in Ottakring. Was hat sich gegenüber gestern verändert Was ist neu?

Die Hausbesetzer haben einen weiteren Block des Lobmeyrhofes geöffnet. Und dieser wird, während ich da durchspaziere gerade gereinigt. Gut so, mal ganz egoistisch betrachet – für mein Foto-Equipment..

Die Besetzer haben drei funktionierende WC’s gefunden bzw. instand gesetzt, es gibt Strom und Wasser. Was immer sich in dem Bau gefunden wird, wird weiterverarbeitet. Wer ein kaltes Bad nehmen will, kann das seit gestern tun…

Der sog. „Kost-nix-Laden“ wurde eingerichtet, eine „Volksküche“ gibt es auch – nur leider keine Bilder davon – vielleicht komme ich heute dazu.
Nachdem ich anhand der Statistik sehe, daß Beobachter gerne per internet einen Blick in den Innenhof machen wollen, hier zwei Bilder.

Die Besetzer haben in der Zwischenzeit formuliert. Und zwar (Zitat von der website) :

* Der parkähnliche Innenhof soll der Allgmeinheit zugänglich gemacht und ein Kinderspielplatz eingerichtet werden.

* Es sind eine Volxbibliothek, Gemeinschaftswerkstätten, kostenlose Beratungsstellen für Frauen, Migrantinnen und Jugendliche geplant

* wir wollen freiwillige Begleitdienste für Behördengänge von AsylwerberInnen und Menschen mit mangelnden Deutschkenntnissen zur Verfügung stellen. Da viele von uns eine höhere Schule abgeschlossen haben, bieten wir auch gerne kostenlose Nachhilfe an.

* es soll Raum geben für Selbstorganisation, kulturellen und sprachlichen Austausch, nachbarschaftliche Initiativen und vieles mehr. Auch euren Ideen sind hier keine grenzen gesetzt und wir helfen gerne mit diese zu realisieren!“

Die Kronenzeitung hat der Besetzung in ihrer Sonntagsausgabe einen kleinen Artikel gewidmet, genaueres siehe hier.

Last but least: ein Vertreter der Grünen war beim abendlichen Plenum dabei. Somit kann davon ausgegangen werden, daß die Besetzung zum Politikum wird und sowohl auf Bezirks- und Landesebene Gespräche zwischen Grünen und SPÖ stattfinden (werden) bzw. überlegt wird, wie es „weitergehen soll“.

Nachdem das Koalitionspapier von Rot-Grün auch Zwischennutzungen – siehe Wagenplätze – vorsieht steht die Koalition vor der Frage, ob sie dies auch in die Praxis umsetzen kann/will. Werden sich Verterter der Stadt Wien auf Verhandlungen einlassen, oder wird das Gebäude umgehend geräumt? Und es wird auch interessant zu sehen, wie anderen Parteien reagieren werden. Für Spannung ist jedenfalls gesorgt.

Weitere Fotos hier.

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Hausbesetzung Lobmeyrhof – Roseggergasse 1-7 | Wien 08.07.2011

Die erste Medung, die mir auffällt kommt über twitter und diese gibt etwas verklausuliert weiter, daß im 16. Bezirk in der Roseggergasse 1-7 ein Haus besetzt werden soll – alle sind herzlich eingeladen, mitzumachen. Ein wenig Recherche über indymedia ergibt, daß dort ein Autonomes Zentrum (kurz AZ) eingerichtet werden soll, Leute bereits in dem Haus sind, aber noch nicht verraten wird, wo das Haus denn ist. Doch die Polizei kommt schneller als erwartet ‚drauf und so sind die Betreiber gezwungen, die Adresse früher als geplant bekannt zu geben.

Ein Augenschein heute nachmittag: nach außen kaum etwas zu sehen, wären da nicht die Polizisten, die niemanden mehr hineinlassen wollen. Mit Presseausweis und ein wenig Höflichkeit gehts schließlich doch.

Im Hof stoße ich auf eine kleine Diskussionsrunde:  zwei Polizisten, ein weiterer in Zivil, zwei Damen von „Wiener Wohnen“ und zwei BesetzerInnen. Wiener Wohnen schaltet auf hart: das Haus soll sofort verlassen werden, ansonsten droht die Räumung. Eine Besetzerin meint, daß Wiener Wohnen doch kein Schaden entstünde, wenn die BesetzerInnen das Haus (ein riesiger Komplex der größtenteils leersteht, lt. Wiener Wohnen generalsaniert werden soll, für die ehemaligen BewohnerInnen schon Ausweichquartiere gefunden sind, und sich nur noch eine Partei dagegen wehrt auszuziehen) über das Wochenende für ihre Zwecke nützen würden. Antwort: Die Botschaft der BesetzerInnen ist angekommen, das genügt, und ihr Programm könnten sie doch auch auf der Donauinsel durchführen, wo sie (die BesetzerInnen) doch eh nur so wenige wären.


Kurzum: keine Einigung möglich.
Der Polizist in Zivil spricht Klartext: Er möchte nicht, daß es in der Zwischenzeit zu „Irriationen“ kommt. Auf Nachfrage, was darunter zu verstehen ist, erklärt er, daß z.B. keine Lagerfeuer angezündet werden dürfen…. – „Sie, die sie jetzt hier sind, sind das Kollektiv und Sie sind auch für andere Leute, die ev. noch kommen verantwortlich.“
Meine Frage an die Dame von Wiener Wohnen, ob man sich nicht besser mit Wohnbaustadtrat Ludwig als Endverantwortlichem zusammensetzen sollte bzw. dieser durchaus ein o.k. für eine Nutzung der Gebäudes geben könnte kommt „Hr. Ludwig ist auf Urlaub,“ zurück – und das war’s dann.

Nun stellt sich die Frage wen (?) und/oder was denn fotografiert werden darf. Die BesetzerInnen nicht, soviel war vorab schon klar und so bleibt ein Teil des Komplexes übrig – ist doch auch immer recht interessant, wie Leute ihre Wohungen gestaltet haben und was sie zurück gelassen haben. Und hier bin ich längere Zeit lang hängen geblieben:

Und wie schauen andere Wohungen/Zimmer aus? Z.b. so:

Wenn man durch das Gebäude geht wird eines klar: der Besitzer hat einmal vorgefühlt, worauf er sich den bei einer Sanierung überhaupt einläßt: Elektroleitungen wurden herausgerissen, Gasthermen ebenso, Deckenverschalungen tlw. entfernt und einiges mutwillig zerstört – anders ist folgendes nicht zu erklären:

Während ich fotografiere werden kommen immer wieder neue Leute dazu – wo und wie diese Zutritt zu dem Gebäude bekommen haben?

Finally – noch ein Abschiedsbild das auch klar macht, daß die BesetzerInnen ihr Programm unmöglich auf der Donauinsel durchführen könnten (selbst wenn sie die wollten, davon sind sie jedoch weit entfernt):

Die BesetzerInnen sind fest entschlossen, in dem Gebäude zu bleiben – so mein Eindruck – und laden für den Samstag, 09.07.2011 / 15:00 zu einem HOF-KULTUR-FEST. Lt. twitter stehen in der Zwischenzeit keine Polizisten mehr vor den Türen, „Einlaß auf Anfrage möglich“.

Weitere Fotos hier.

Ein Interview mit einem Besetzer hat ichmachpolitk durchgeführt.

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PK Häupl / Vassilakou – Präsentation des Koalitionsübereinkommens | Wien 12.11.2010

ca. 20 Fotografen (oder warens gar 30?), reihenweise TV-Teams, die Kollegen von Radio und Print irgend wo ganz hinten und von vorne kaum mehr zu sehen – kurz vor 11:00 platzt der Steinsaal im Rathaus aus allen Nähten. Grund – das Koalitionspapier von SPÖ und Grünen wird von Bgm. Michael Häupl (SPÖ) und Maria Vassilakou (Grüne) präsentiert, welches hier nachzulesen ist.

 © Martin Juen

 © Martin Juen

 © Martin Juen

 © Martin Juen

 © Martin Juen

 © Martin Juen

Die Reaktionen der anderen Parteien sind nicht weiter erstaunlich: Christine Marek (ÖVP) nennt das Papier „Enttäuschend unkonkret und ohne wirtschaftspolitische Visionen“, für die FPÖ bzw. H.C. Strache ist Rot-Grün ist Häupls Rache an den Wienerinnen und Wienern und kündigt einen „Aktionstag“ an. Didi Zach der KPÖ meint, daß SPÖ/Grüne leider keinen Kurswechsel bringt.

Weitere Fotos hier.

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PK / Mediengespräch Bgm. Häupl | Wien 09.11.2010

Fast jeden Dienstag um 11:30 gibt es das Mediengespräch von Bürgermeister Häupl – meistens gemeinsam mit einem weiteren Stadtrat bzw. -rätin. Diesmal mit Finanzstadträtin Brauner, die das Budget für 2011 präsentiert. So viele Fotografen waren schon lange nicht mehr anwesend und die sind wohl aus dem selben Grund anwesend wie ich – update für’s Archiv – der Bürgermeister so richtig staatstragend.

 © Martin Juen

© Martin Juen

Die Fragen der Journalisten gehen jedoch nicht so sehr in Richtung Budget, sondern um die Frage, wie es denn nun mit den rot-grünen Koalitionsverhandlung steht, und warum das Budget 2011 nicht gemeinsam mit den Grünen (wenn’s schon eine Koalition geben soll, warum dann schon jetzt die Erstellung eine Budgets und nicht erst nach den Kalitionsverhandlungen)? – Nicht genügend Zeit, meint die zuständige Stadträtin.

 © Martin Juen

Jedenfalls – beide sind bester Laune – was das wohl für die Koalitionsgespräche bedeutet?

 © Martin Juen

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Übersiedlung Wagenplatz in die Lobau – eine bittere Überraschung | Wien 28.10.2010

Die gute Nachricht: die Stadt Wien gibt sich gnädig und verlängert die Frist für eine ev. Räumung um 24 Stunden auf den 29.10.2010 / 9:00, wie die Leute vom Wagenpatz in der vergangenen Nacht erfahren. Andernfalls wäre der Großteil der Wägen jetzt wohl bei einem Abschleppdienst. Auf dem Wagenplatz wird fieberhaft gearbeitet, denn für eine Fahrt von der Hafenzufahrtsstraße in die Lobau und retour benötigt ein Zugfahrzeug zwei Stunden.

 © Martin Juen

„Wir stehen im Gatsch, so schnell geht das nicht“ hat ein Bewohner vor eingen Tagen gemeint und sich schon damals über die überfallsartige Drohung einer Räumung beschwert. Und dem ist tatsächlich so. Das „Entfernen“ der Wägen entpuppt sich als Herausforderung – eine zähe Arbeit die nur mit vereinten Kräften bewältigbar ist.

 © Martin Juen

 © Martin Juen

Was zurückbleiben muß: die vor einem Jahr selbst gepflantzen Bäume

 © Martin Juen

In Konvoi geht’s mit 10 km/h von der Hafenzufahrtstraße entlang des Handelskai zur Reichsbrücke und von dort wieder nach Süden in die Lobau.

 © Martin Juen

 © Martin Juen

Dort angekommen macht sich zuerst Ernüchterung breit: Der zur Verfügung stehend Platz ist viel zu klein (ob die Wägen, die sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Hafenzufahrtsstraße stehen, auch noch untergebracht werden konnten beibt offen) und von der daneben gelegenen Baustelle dringt ohrenbetäubender Lärm. Nicht umsonst sind die Bauarbeiter mit Ohrschützern ausgerüstet.

 © Martin Juen

Eine junge Frau bricht in Tränen aus, und stellt etwas später die Frage: „Wie soll ich denn neben dem Lärm leben?“ „Lange bleibe ich hier sicher nicht,“ ist von mehreren zu hören.

 © Martin Juen

Bei der Rückfahrt in die Hafenzufahrtsstraße schlägt die Enttäuschung in Wut um. „Wir hätten uns räumen lassen sollen,“ meint ein Bewohner. „Schlaue Taktik: zuerst Verlängerung der Frist, damit auch keine Räumung, keine Polizei und auch keine Medien,“ wird analysiert. Und man wird sich bald andere Grundstücke anschauen.

Kurum: durch die Räumung der Baumgasse 3 und die durch die Stadt Wien erzwungene Übersiedlung von Wägen in die in die Lobau ist das „Problem“ nicht vom Tisch sondern weitere Konflikte wurden vorprogrammiert.

Weitere Fotos hier.

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